Panoramablick Nordskandinavien

Taiji

Qi Wörtlich übersetzt heißt TaiJi Firstbalken, also der stabile Balken, der ein Dach zusammenhält. Im Yin-Yang-Symbol, das oft als Taiji-Logo benutzt wird, ist dies die Linie, die perfekte Grenze zwischen weiß und schwarz, das perfekte Gleichgewicht zwischen Yin und Yang.

Schriftweise:

Taijiquan Vor 1958 wurde die Schreibweise "Tai-Chi" benutzt. Nach der neuen Umschrift ist die korrekte und international anerkannte Schreibweise: "Taiji". Beide Schreibweisen bedeuten das gleiche. Im Allgemeinen wird "Taiji" oft abkürzend für: "Taijiquan" benutzt.

Schriftzeichen:

Taijiquan, bzw. den Schriftzeichen entsprechend Tai Ji Quan, besteht aus drei Zeichen:
Das Schriftzeichen "Tai" bedeutet weit, breit, tief, groß.
Das Schriftzeichen "Ji" bedeutet Punkt oder Endpunkt.
Das Schriftzeichen " Quan" steht für Form, Faust, Stil

"Tai" und "Ji" zusammen, ergeben die Bedeutung von endlos, grenzenlos, "Das höchste Letzte" oder "höchster First".

Taiji-Formen

Eine Taiji-Form besteht aus einer unterschiedlichen Anzahl von Bewegungsbildern, die zusammenhängend einen harmonisch fließenden Bewegungsablauf ergeben.
Das wohl am häufigsten trainierte Taiji ist das sog. Einzelformtraining. Hierzu gehören u. a. die 24er-Form, auch Pekingform genannt, die 48er-Form, die 37er-Form, 108er-Langform, u. v. m.
Weiterhin gibt es noch die Partnerformen, auch Partnerübungen genannt, worunter das Tuishou (= die schiebenden Hände) die wohl bekanntesten Übungen sind.
Zu den Waffenformen, die teilweise auch als Doppelwaffe praktiziert werden, gehören das chinesische Schwert (Jian), der Langstock, der Säbel (Dao), der Fächer (Shan), der Kurzstock, der Langstock, der Speer (Qian), u. v. m.

Taiji-Quan

... auch als 24er-Form, Pekingform bezeichnet.
Diese Form enthät 24 Bewegungsbilder und wurde in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts in Peking entwickelt mit dem Ziel, Taiji für Jedermann zur Erhaltung der Gesundheit und Vitalität praktizieren zu können.
24er
Allgemein betrachtet gilt: das Taijiquan ist eine alte chinesische Bewegungs- und Kampfkunst in der Ruhe und Bewegung nebeneinander bestehen. In der Bewegung liegt die Ruhe. Aus der Ruhe entsteht die Bewegung.
Zahlreiche Studien haben erwiesen, daß das Taijiquan Krankheiten verhütet und bekämpft, bzw. das Immunsystem stärkt, den Körper kräftigt und für einen klaren Geist sorgt. Bei kontinuierlichem Training ist es auch zur Selbstverteidigung einsetzbar.
Es heißt: "Durch das Training des Taijiquan erlangt man die Gesundheit eines Holzfällers, die Geschmeidigkeit eines Kindes und die Gelassenheit eines Weisen"(chin. Sprichwort).

Taiji-Shan (Fächer)

Fächer Da es in den alten Zeiten in China den Untertanen oft verboten war, die Kampfkunst mit Waffen zu erlernen, wurden mit dem Fächer die gleichen Figuren geübt, wie sie für Schwert, Säbel, etc. nötig waren. So konnte das Taiji vom Meister an seine Schüler weitergegeben werden. Die Bauart der Fächer variierte: es gab z. B. Fächer mit "Speichen" aus angespitzten Metallstäben, sog. Eisenfächer mit versteckten Klingen. Dadurch wurde auch ein Fächer eine gefährliche Waffe, mit seinen vielen kleinen Messern(-spitzen). In geschlossenem Zustand wurde er genutzt um zu schlagen, zu blocken oder zu stechen.
Das Praktizieren geschieht heute mit Übungsfächern, die meist aus Kunststoff- oder Holzstreben und einfarbiger bzw. bedruckter Tuchbespannung bestehen.

Taiji-Jian (Schwert)

Schwert Das Taiji-Schwert ist im Vergleich zum Taiji-Säbel die leichtere Waffe. Es hat zwei Schneiden und eine schmalere Klinge.

Taiji-Dao (Säbel)

Der Taiji-Säbel ist im Vergleich zum Taiji-Schwert schwerer. Er hat nur eine Schneide und unterscheidet sich deshalb in den Anwendungsmöglichkeiten vom Taiji-Schwert. Säbel

Übungsschwerter und Übungssäbel haben heute stumpfe Klingen. Jedoch sollte jeder Praktizierende auch mit diesen Trainingsgeräten große Sorgfalt bei seinen täglichen Übungen walten lassen.

Taiji-Gun (Stock)

Stock Die Taiji-Stockformen gibt es mit in verschiedenen Variationen, die in ihrer Ausführung von der Stocklänge definiert sind. Im Wesentlichen wird zwischen Kurzstock- und Langstockformen unterschieden. Der Kurzstock ist im Allgemeinen bis zu einer Länge von etwa 130 cm definiert. Der Langstock hat Längen von ca. 160 cm bis 210 cm, der ganz lange Stock - die sog. "Lange Stange" beginnt bei 220 cm und endet bei etwa 400 cm.




Die 10 wesentlichen Punkte beim Praktizieren von Taiji Quan

(nach Yang Chengfu)
Yang Cheng Fu


Ursprünglich betonte Yang Chengfu 13 Prinzipien des Taiji-Trainings. Von diesen fielen weg:
  • Das Qi sinkt in das Dantian.
  • Absicht und Qi interagieren.
  • Bewegung und Stillstand sind verbunden.
Es blieben übrig:
  1. Aufrechte Kopf- und Nackenhaltung (und Zunge am Gaumen anlegen).
  2. Korrekte Haltung von Brust und Rücken (natürlich aufrecht).
  3. Natürlich gesenkte Schultern und Ellenbogen.
  4. Gelockerte, entspannte, nach vorne gekippte Hüfte.
  5. Stabiler Fußstand (im Stehen "auf den Fersen sitzen" und beim Gehen deutliche Gewichtsverlagerungen).
  6. Koordination der oberen und unteren Körperteile.
  7. Die Wichtigkeit der Kontinuität und Gleichmäßigkeit der Bewegungen.
  8. Die Ruhe in der Bewegung.
  9. Das Einsetzen des Geistes anstelle von Kraft.
  10. Die Harmonie zwischen 'Äußerem' und 'Innerem'.

Um es mit den Worten von Jan Silberstorff zu formulieren:
"Es gibt viele verschiedene Taijiquan-Stile. Aber es gibt nur ein Taiji-Prinzip": Yin und Yang.


Anmerkung: Yang Chengfu (1883 - 3. März 1936) gilt als der bekannteste Vertreter der "weichen" Kampfkunst des Yang-Stil im Taijiquan.
Bild-Quelle: Von Matthias Wagner - Pencil drawing provided by the artist, CC BY 3.0, Link


Taiji und Gesundheit

Das Problem heute:

Wir werden alle Couchpotatoes, da wir zu wenig Bewegung haben.
d. h. wir werden alle schlaff: Muskeln, Knochen, Gehirn, Lungenfunktion, Nervensystem, etc.
d. h. wir müssen uns (gesund) bewegen!!!

Frage: Wie macht nun Taijiquan uns wieder gesund?

Antwort:

1.) Verbesserung von Muskulatur und Knochen

2.) Verbesserung des Herz-Kreislauf-Systems

3.) Verbesserung des Atmungs-Systems

4.) Verbesserung des Verdauungssystems

5.) Verbesserung der Mentalen Gesundheit

Fazit:

Praktizieren von Taijiquan stärkt: